Hyperhidrosebehandlung
Einführung
Verstärktes Schwitzen (Hyperhidrose) tritt bei stärkerer körperlicher Belastung wie z.B. Sport, in Stress-Situationen und in warmer Umgebungstemperatur auf. Die Hyperhidrose kann neurologische, endokrinologische (hormonale) Ursachen haben oder auch durch Medikamente bzw. Erkrankungen (z.B. Infektionen) bedingt sein. Bei einigen Menschen tritt eine verstärkte Schweißbildung allerdings völlig losgelöst von natürlichen Ursachen und als eigenständiges Symptom auf und es lässt sich keine eindeutige Ursache nachweisen. Die betroffenen Patienten leiden dann oft an verstärktem Schwitzen an den Hand- bzw. Fußflächen oder der Achselhöhlen. Zugrunde liegt oft eine erhöhte Aktivität des sympathischen Nervensystems. Die an Hyperhidrose leidenden Patienten fühlen sich oft sehr unwohl, sozial ausgegrenzt und haben viele Therapien durchlaufen. Die Hyperhidrose kann in ausgeprägten Fällen zu psychischen Störungen führen, die das Leben der Patienten massiv beeinträchtigen können. Seit einigen Jahren gibt es gute Möglichkeiten die Hyperhidrose mit der Injektion von Botox oder einer Schweissdrüsenabsaugung im Achselbereich zu behandeln
Methoden
Zur lokalen Anwendung kommen spezielle Stoffe wie z.B. Gerbsäuren, oder Aluminiumsalze. Seit einiger Zeit gibt es die Möglichkeit durch Injektionen eines Medikamentes in stark schwitzende Gebiete (Achseln, Handflächen und Fußsohlen) eine langdauernde und hoch effektive Unterdrückung der Schweißproduktion zu erreichen. Man benutzt hierzu Botulinum Toxin das sich auch zur Glättung von Gesichtsfalten oder zur Therapie bestimmter Lähmungserscheinungen bewährt hat. Der Wirkstoff blockiert nach der Injektion in die Haut die Überragung der Nervenimpulse des sympathischen Nervensystems auf die Schweißdrüsen. Nach gründlicher Befragung des Patienten und Durchführung eines Schweißtestes wird der Wirkstoff mit einer sehr dünnen Nadel der Wirkstoff in einige Punkte direkt in die Haut eingebracht. Im Falle der Achselhöhlen sind dies ca. 10-15 Injektionspunkte. Nach einiger Zeit tritt der gewünschte Effekt der Unterdrückung der Schweißproduktion auf und hält zwischen 6-9 Monate an.
Im Achselbereich kann als Alternative auch eine Schweissdrüsenabsaugung mit gutem Erfolg durchgeführt werden. Diese wird in Lokalanästhesie mit einer speziellen Kanüle durchgeführt., die eine rauhe Oberläche besitzt. Um den Behandlungerfolg noch weiter zu steigern, kann man die Schweissdrüsenabsaugung mit einer manuellen Kürretage kombinieren (siehe auch Schweissdrüsenabsaugung).
Risiken und Kontraindikationen
Wie bei allen Eingriffen kann es auch bei Injektionen zu kleinen Blutungen und Schwellungen in der Haut kommen. Diese sind aber von vorübergehender Natur und klingen im Regelfall innerhalb von 1 - 2 Tagen folgenlos ab. Bei Injektionen im Hand- oder Fußbereich kann es in Einzelfällen zu einer vorübergehenden Muskelschwäche kommen. Das Präparat darf nicht bei Vorliegen von Muskelerkrankungen, Nervenleiden oder bei Schwangerschaft angewendet werden.
Nachbehandlung
Nach einer Injektionsbehandlung mit Botulinum Toxin sollten Sie anstrengende Tätigkeiten, Sauna oder Solarium meiden. Es ist nicht ratsam das behandelte Gebiet zu massieren oder anderweitig mechanisch zu beanspruchen.
Beispielbild - Botoxinjektion

- Injektion des Wirkstoffes an ausgewählten Punkten in die Achselhöhle
Vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Beratungstermin unter 089- 649 669 03, wenn Sie weitere Fragen zur Hyperhidrosebehandlung oder Schweissdrüsenabsaugung in München haben.
© 2010 Urheberrechtlich geschützt - Dr. med. Wolfgang Thriene
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