Praxis für ästhetische Medizin und Anti-Aging

Botox - Gefahren, Risiken und Nebenwirkungen

Botox München – Informationen zur Sicherheit bei der Anwendung von Botox (Botulinum Toxin)

Von Dr. med. Wolfgang Thriene

In den Medien wurde die Anwendung von Botox des öfteren mit kritischen Stimmen bedacht oder gar Ziel reißerischer Berichterstattung. Geht man diesen Berichten nach, so wird oft deutlich, dass hier unwissende Journalisten, mit keinerlei medizinischem Background, über Fälle berichtet haben, die gar nicht mit Botox behandeltet wurden. Ein Beispiel dafür ist die übertriebene Auffüllung von Lippen, die dann in manchen Zeitschriften als Botoxlippe bezeichnet wurde, ohne dass hier jemals Botox im Spiel war! Ebenfalls werden gerne Bilder von Filmstars gezeigt, die angeblich „Opfer einer Botoxbehandlung“ geworden sind, sich in Wahrheit aber einem verunglückten Facelift unterzogen haben.

Wen man die Nebenwirkungen einer Botox Anwendung realistisch betrachten und werten möchte, dann müssen zuerst einmal Fakten geschaffen werden:

Botox- Das Gift

Es ist richtig dass es sich bei Botulinum Toxin um ein Produkt des Bakteriums Clostriduim botulinum handelt. Falsch ist, dass es sich hier um Schlangengift oder ein anderes Tiergift handelt, wie oft fälschlicherweise behauptet wird. Wichtig zu wissen ist, dass die Anwendung von Giften von je her eine lange Tradition hat und dass fast alle moderne Medikamente als Gift wirken, wenn man sie in falscher Dosierung einsetzt. Das Gift der Tollkirsche (Atropin) oder des Fingerhutes (Digitalis) sind wichtige Herzmedikamente. Auch Gifte wie Bienengift oder Verdünnungen von Schlangengiften, wurden von Ärzten in der Antike regelmäßig eingesetzt.  Aspirin wirkt als Gift, wenn Sie es schachtelweise einnehmen. Muss man sich daher vor dem Gift Botox bei der Anwendung in der ästhetischen Medizin nicht fürchten.

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Botox gegen Falten

Die Wirksamkeit von Botox gegen Falten wurde zufällig von einer kanadischen Augenärztin (Dr. Carruthers) entdeckt, als sie Patienten mit Botox gegen das Schielen behandelte. Wichtig zu wissen ist, dass hier sehr geringen Dosen zielgerichtet injiziert werden und daher nicht der ganze Körper mit Botox überschwemmt wird, wie in manchen Gazetten zu lesen ist.

Wie gefährlich ist die Anwendung von Botox zur Faltenkorrektur?

Um einen Menschen zu vergiften bzw. gar zu töten, müsste man 30 bis 40 Ampullen des Medikamentes auf einmal verabreichen. Berücksichtigt man hier den Preis für eine Ampulle, so wäre das ein recht teures Unterfangen. Es gibt ähnlich gefährliche Substanzen, die deutlich billiger und vor allem viel leichter zu beschaffen sind. Die Dosis, die wir zu Faltenkorrektur einsetzen, ist um den Faktor100 bis 1000 niedriger, als die Dosis, die für eine tödliche Vergiftung nötig wäre. Würde man einem Patienten bei der Faltenkorrektur aus Versehen eine doppelte Dosis spritzen, so könnte dies zu einer starken Bewegungseinschränkung über 6 Monate führen, aber ganz sicher nicht zum Tod. Verdoppelt ein Digitalispatient aus Versehen seine Dosis, kann dies zu lebensbedrohlichen Störungen der Herzfunktion führen, die tödlich sein kann. Daraus wird ersichtlich, dass es sich bei Botox keineswegs um das gefährliche Medikament handelt, wie es uns von unwissenden Journalisten immer wieder weisgemacht wird. Bisher hat es durch die Anwendung von Botox in Bereich der ästhetischen Medizin, keinen Todesfall gegeben. Fälle, bei denen schwerere Nebenwirkungen auftraten, gab es im Bereich der Neurologe an schwer kranken Patienten, bei denen sehr stake Dosen eingesetzt wurden.

Welche Nebenwirkungen gibt es bei der Anwendung von Botox?

Wie bei allen Medikamenten, kann es bei der Verwendung von Botulinum Toxin zu Nebenwirkungen kommen. Da das Medikament per Injektion in den Muskel gebracht werden muss, können die für Injektionen typischen Nebenwirkungen auftreten. Durch die Verletzung von kleinen Gefässen, können Einblutungen entstehen, die aber nach wenigen Tagen verschwinden. Durch die vorhandenen Stichkanäle können Bakterien einwandern und Injektionen verursachen. Da in der Arztpraxis das zu behandelnde Areal vorher ausgiebig desinfiziert wird und man mit sterilem Einwegmaterial arbeitet, ist dieses Risiko sehr gering. Erhöht wird es, wen der Patient nach Verlassen der Praxis, die von Arzt gegebenen Ratschläge nicht einhält d.h. mit verschmutzen Fingern im Injektionsgebiet herumreibt und damit Bakterien einbringt.

Da das Toxin einige Stunden braucht, bis es an seinem Wirkort fest gebunden wurde, soll man sich nach einer Botox Injektion mindestens 3 Stunden nicht hinlegen oder gebückt arbeiten. Damit möchte man verhindern, dass das Toxin durch Lageänderungen in Regionen gelangt, wo man es nicht haben möchte und wo es Probleme verursachen könnte. Auch Tätigkeiten die die Durchblutung stark erhöhen, wie Sport oder Solarium, sollten unterbleiben. Ansonsten könnte der Wirkstoff durch einen erhöhten Blutstrom, an einen anderen Ort transportiert werden.

In seltenen Fällen werden nach der Anwendung von Botox leichte Kopfschmerzen beschrieben, die aber schnell wieder vergehen.

Folgende Nebenwirkungen können in Abhängigkeit von der behandelten Region entstehen:

Querfalten auf der Stirn: Durch eine zu hohe Dosierung oder eine besondere Sensibilität des Patienten auf das Medikament, kann es vorübergehend zu einem Absinken der Augenbrauen kommen. Extrem selten wurden Doppelbilder oder ein gestörter Lidschluss beobachtet.

Zornesfalten: Hier kann es zu leichten Schwellungen oder einem Absinken der inneren Anteile der Augenbrauen kommen. Auch ein Absinken der Lider wurde in sehr seltenen Fällen beobachtet.

Lachfalten: Durch die Beeinflussung der mimischen Muskulatur und deren Entspannung wird indirekt auch der Lymphabfluss beeinflusst. Dies kann in ungünstigen Fällen zu Schwellungen im Augenbereich führen

Injektionen im Mundbereich: Hier kann es durch zu hohe Dosierungen vorübergehend zu Trink- und Sprachstörungen kommen. Diese Symptome gehen in der Regel innerhalb von 2 Wochen zurück.

Bei allen Regionen können durch falsch gesetzte Injektionspunkte oder zu hohe Dosierungen Asymmetrien entstehen, die dann durch weitere Injektionen korrigiert werden müssen

Der erfahrene Behandler kennt die möglichen Risiken und Nebenwirken der Botoxtherapie genau und kann sie in den allermeisten Fällen vermeiden. Wichtig festzuhalten ist, dass der Patient beim Auftreten von Nebenwirkungen nicht verzweifeln muss, das alle Wirkungen und Nebenwirkungen von Botox temporärer Natur sind.

Welche Langzeitnebenwirkungen von Botox gibt es?

Über die Langzeitnebenwirkungen von Botox gibt es zahlreiche Untersuchungen, die allesamt zu dem Schluss kommen, dass bisher keinen Langezeitnebenwirkungen bekannt sind. Auch die in vielen Berichten übertrieben dargestellte angebliche Wanderung von Botox ins Gehirn, stellt sich bei sachlich wissenschaftlicher Betrachtung als nicht haltbar dar.

Welche Patienten sollten nicht behandelt werden?

Auch wenn in unserer Praxis bei München immer wieder der Wunsch von schwangeren Patienten nach einer Botoxbehandlung geäussert wird, werden wir dem nicht nachkommen. Der Gesetzgeber hat klar geregelt, dass bei Schwangeren nur bestimmte Medikamente verabreicht werden dürfen, Das gleiche gilt für die Stillzeit. Daher ist es ratsam, die Fragen nach Schwangerschaft und Stillzeit, die im Rahmen des Aufklärungsgespräches vom Arzt gestellt werden, wahrheitsgemäß zu beantworten. Patienten, die bestimmte Antibiotika verabreicht bekommen, bei Vorleigen bestimmter Muskel- und Nervenerkrankungen sowie bei akuten Infektionen im Behandlungs-gebiet wird man keine Botoxbehandlung durchführen.

Risiko des Mimikverlustes bzw. Entstehung eines Maskengesichtes

Botox wirkt hautglättend über die Entspannung der mimischen Muskulatur. Dieser Effekt ist dosisabhängig und kann von einer sanften Entspannung bis zur völligen Erstarrung der Mimik reichen. In USA, gilt bei viel Filmstars die Devise, dass faltenfrei zu sein, noch vor der Mimik kommt. Dies hat in einigen unrühmlichen Beispielen, zum Begriff des Maskengesichtes bzw. Botoxgesichtes geführt. In Europa werden viele geringere Dosen als in den USA eingesetzt und mehr Wert auf die Natürlichkeit des Ergebnisses gelegt. Daher muss man kein Maskengesicht befürchten, wenn man sich an einen erfahrenen Arzt für eine Botoxinjektion wendet.

Hier finden Sie weitere Informationen zur  Anwendung von Botox bei der Faltentherapie.

Abschliessende Beurteilung der Sicherheit von Botox

In der Hand des erfahrenen Anwenders, kann Botox als ein sicheres Medikament eingestuft werden. Es liegen Erfahrungen von einer riesigen Zahl von behandelten Patienten vor. Derzeit ist nicht absehbar, dass langfristige Nebenwirkungen zu erwarten sind. Die Gefahren lauern nicht beim Medikament, sondern bei unseriöser oder laienhafter Anwendung durch nicht erfahrende  Anwender oder solchen, die nicht zugelassene Präparate einsetzen. Daher sollten Sie sich für eine Botoxbehandlung an einen langjährig erfahrenen Anwender wenden.

In unserer Praxis arbeiten wir seit über 10 Jahren mit Botox. Für einen Beratungsterin zum Thema Botox München wenden Sie sich unter 089-215 537 02 bei Dr. Thriene .

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